Egolf Fry

Aus Kloster-Engelberg
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Egolf Fry (* unbekannt; † 28. Juli 1519 in Engelberg)

Ämter

Pfarrer von Wolfenschiessen: vor 1519

Pfarrer von Sins: vor 1519

Pfarrer von Küssnacht: 1519

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Egolf und der Bela Hag.

Schwester: Anna, Konventualin im Benediktinerinnenkloster St. Andreas.

Lebensbeschreibung[1]

Nach dem Nekrolog III war der Vater des P. Egolf Bürger von Luzern, die Mutter war Bela Hag von Rottweil. Der Vater Egolf ist ca. 1430 geboren, war Kleinrat in Luzern, wohnte an der Mühlegasse und versteuerte ein Vermögen von 21000 Gulden, war also sehr vermöglich, konnte doch der Vogt des Klosters in der Tagrechnung vom 21. Juni 1522 melden, dass "dem gotzhus zugefallen sind 400 Pfund von herren Egolfen lüt". Die Angehörigen hatten aus dem Erbteil des Paters an das Kloster 400 Pfund ausbezahlt, die in die Gesamtrechnung eingehen.[2] Die Nachrichten über P. Egolf fliessen nur spärlich. So sagt Laurenz Bünti in seiner Chronik, Egolf sei u.a. auch Pfarrer von Wolfenschiessen gewesen.[3] Doch macht er keine zeitlichen Angaben, sodass die Einordnung in die Pfarrerliste der dortigen Kirche fast unmöglich ist. Auch soll er kurze Zeit in Sins gewesen sein. Diese Aussen­posten können nur kurzfristig gewesen sein, auf jeden Fall vor 1519. Denn in diesem Jahr wird er als Pfarrer von Küssnacht proklamiert, wo er noch im selben Jahr 1519, am 28. Juli, starb. Eine Schwester von P. Egolf war Anna, die Klosterfrau in Engelberg gewesen sein. Sie ist im Nekrolog II verzeichnet: "her egolf friy monachus frater meus."[4] Zum 5. Januar lautet ein Eintrag im Nekrolog II: "egloff Friy presb. Soror Katharina Friyn".[5] Da sonst keine andere Schwester unseres P. Egolf genannt ist, könnte Katharina eine Tante des Paters gewesen sein.

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Kurmann, Josef: Politische Führungsschicht in Luzern 1450–1500. Luzern 1976, S. 211 und Register.
  3. Collectanea in StiBiEbg cod. 302, S. 136.
  4. StiBiEbg cod. 10 f. 13v.
  5. StiBiEbg cod. 10, f. 25r.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 93.
  • StiArEbg Professbucheinträge nach P. Gall Heer.