Bernhard Meyer

Aus Kloster-Engelberg
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Bernhard (Jodok) Meyer (* 9. Mai 1689 in Luzern; † 6. Januar 1734 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 12. April 1711

Priesterweihe: 10. Juni 1713

Ämter

Lehrer an der Stiftsschule: 1713–1725?

Küchenmeister: 1725–1729?

Kustos: 1725–1729?

Vestiar: 1729

Bibliothekar: 1731–1734

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Kaspar Meyer von Baldegg, Ritter, Gross- und Kleinrat, Oberst und Hauptmann der päpstlichen Schweizergarde in Rom, und der M. Elisabeth Pfyffer.

Pate: Jodok Ranutius Pfyffer

Firmpaten: Franz Ludwig Pfyffer.

Lebensbeschreibung[1]

P. Bernhard stammte aus Luzern. Hier wurde er den Eltern Kaspar Meyer von Baldegg, Ritter, Gross- und Kleinrat, Oberst und Hauptmann der päpstlichen Schweizergarde in Rom[2] und M. Elisabeth Pfyffer am 9. Mai 1689 geboren und in der Hofkirche auf den Namen Jodok Ranutius getauft. Pate war Jodok Ranutius Pfyffer. Als Firmpaten nennt das Zeugnis Franz Ludwig Pfyffer, ohne Angabe des Datums und des Spenders. Der Taufschein ist unterzeichnet von Wilhelm Bürgisser, Pfarrhelfer, und ist datiert am 17. April 1710, also zum Klostereintritt.

Jodok machte seine Studien, wie es bei Stadtluzernern nahelag, bei den Jesuiten. Die Dauer der Studien ist unbekannt. Nach Haustradition soll er aber die Jesuitenschule ganz durchlaufen haben. Dementsprechend trat er auch verhält­nismässig spät, 1710, ins Noviziat ein und legte am 12. April 1711 die Profess ab. Den Subdiakonat erteilte der Nuntius Giacomo Caracciolo am 13. September 1711 in der Klosterkirche in Einsiedeln, den Diakonat erhielt er durch Bischof Ulrich am 19. Dezember 1711 in Chur, den Presbyterat am 10. Juni 1713. Die folgenden Jahre scheint er an der Klosterschule gearbeitet zu haben. 1725 ernannte ihn Abt Maurus Rinderli zum Küchenmeister und Kustos BMV.

Am 13. und 26. Mai 1726 ging er zu Dr. Corragione nach Luzern zur Behandlung.[3] Beim Klosterbrand 1729 war er Präses der Rosenkranz­bruderschaft und Vestiar, ebenso erster Muttergotteskustos. Am 16. März 1731 wurde er Bibliothekar. Er starb am 6. Januar 1734 um abends halb acht Uhr gegen Ende der Komplet. Darum waren bloss drei Mitbrüder zugegen. Er war der erste, der in der neuen Kirche sein Grab fand und zwar hinter dem Pfeiler bei der Kanzel.[4] Er hatte einen Monat lang unter schweren Schmerzen zu leiden.[5] Von Interesse sind Angaben, dass der Kranke am 3. Januar 1734 von der Kanzel aus der Bevölkerung ins Gebet empfohlen wurde und wer Todesanzeigen erhielt. Es waren dies vor allem die abwesenden Mitbrüder und die Verwandten, die Klosterfrauen in Sarnen, Eschenbach und Rathausen, mit denen die Äbte Ignaz Betschart und Gregor Fleischlin eine Konfraternität eingegangen waren. Todesnachricht sollten zudem erhalten: die Klosterfrauen in Stans und im Bruch zu Luzern, der Präses der Bruderschaft von den fünf Wunden in Konstanz, weil P. Bernhard der Bruderschaft angehört hatte sowie der Proparochus in Stans, die dortigen Kapuziner und der Pfarrer von Wolfenschiessen.[6]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Messmer, Hoppe, Luzerner Patriziat, S. 461.
  3. StiArEbg Rechnungs­buch 1717, 13. und 26. Mai 1726.
  4. StiArEbg cod. 395 (Pfarrbuch 1729-1749), Tabula Defunctorum III, S. 464.
  5. Acta capitularia I (Aug. 1729 – Okt. 1737), StiArEbg cod. 190, S. 235; Straumeyer, Consuetudines, StiArEbg cod. 202, S. 117 und Rot. Par. X, S. 78.
  6. Rot. Par. X, S. 77.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 124.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.