Bernhard Imbach

Aus Kloster-Engelberg
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Bernhard (Thomas) Imbach (* 24. April 1739 in Littau; † 18. Mai 1784 in Abtwil)

Lebensdaten

Profess: 28. Januar 1759

Priesterweihe: 31. Mai 1762

Primiz: 6. Juni 1762

Ämter

Katechet in Engelberg: 1775–1782?

Pfarrer in Abtwil: 1782–1784

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Heinrich Imbach und der Maria Barbara Schottenberger.

Paten: Paten waren Thomas Zürrer und Maria Martha Schottenberger.

Lebensbeschreibung[1]

P. Bernhard war Stadtluzerner und wurde seinen Eltern Heinrich Imbach und Maria Barbara Schottenberger am 24. April 1739 geboren. Sein Taufname war Thomas. Paten waren Thomas Zürrer und Maria Martha Schottenberger. Die Taufurkunde ist datiert vom 12. September 1757 und trägt die Unterschrift des Josef Rudolf Ender, Kurat in Littau. Diese Kuratkaplanei war erst 1520 errichtet worden und blieb vom Stift St. Leodegar abhängig.[2] Warum der Vater diese Kaplanei für die Taufe wählte, ist aus den Quellen nicht ersichtlich.

Thomas Imbach kam 1757 mit der Bitte um Zulassung zum Noviziat vor das Kapitel. Er war Klosterschüler in Engelberg. Als Aussteuer zahlte der Vater, ein vermöglicher Seidenherr, der auch mit Engelberg in Geschäftsbeziehungen stand, 3'000 flor. Der Kandidat liess es aber im Studium an Fleiss und Begabung fehlen, vor allem in den schriftlichen Arbeiten für Komposition und Verskunst. Auch in der Musik war nicht viel zu erwarten.[3] Er erhielt aber doch das Kleid des heiligen Benedikt und legte am 28. Januar 1759 die Profess als Fr. Bernhard ab. Die Philosophie und Theologie studierte er im Kloster. Den Subdiakonat erhielt er am 14. Dezember 1760 durch Bischof Johann Anton Federspiel von Chur, den Diakonat durch den Nuntius Nikolaus Oddi am 21. Dezember 1761 in seiner Hauskapelle in Luzern, den Presbyterat am 31. Mai 1762 durch denselben Nuntius mit Altersdispens. Die Primiz feierte er am 6. Juni 1762, bei der P. Prior Magnus Waser die Ehrenpredigt hielt.

Noch im Primizjahr wurde P. Bernhard Subkustos,[4] am 21. Jan 1775 Katechet der Pfarrei Engelberg.[5] Am 30. September 1782 wurde er Pfarrer in Abtwil und fand hier am 18. Mai 1784 sein frühes Grab [6] Der Vater, Seidenherr Imbach, machte kurz vor seinem Tod im Jahre 1782 eine grosszügige Jahrzeitstiftung mit der Auflage, dass jedes Jahr, solange er lebe, vier heilige Messen für ihn gelesen würden. Nach seinem Tod sollte der Prior jährlich ein feierliches Requiem singen und der Konvent Ehrenspeise und Ehrenwein erhalten. Eine erste Stiftung von 1200 flor. machte er schon 1765. Das Kapitel nahm diese an und bestimmte am 6. November 1765, dass der Abt 20 Messen lesen sollte und der Konvent 20 Messen. Zum Dank wurde der Vater und die Mutter Barbara in die "participatio bonorum operum" des Klosters aufgenommen.[7] Die Jahrzeitstiftung gilt noch heute, wenn auch in modifizierter Form.[8] Eine Erinnerung an P. Bernhard ist noch erhalten in einem Karwochenbuch (Einsiedeln 1741) mit dem Eintrag: "Ad usum Fr. Bernhardi Imbach."

Professnummer

  • Nr. 565

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Glauser, Sigrist, Die Luzerner Pfarreien und Landvogteien, S. 1491.
  3. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 48.
  4. Ibidem, S. 159.
  5. Ibidem, S. 340.
  6. Hess, Die Pfarrgeistlichen, S. 118.
  7. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 179. Über die Beziehungen Imbachs als Seidenherr mit dem Kloster, vgl. Fassbind, Die Schappeindustrie in der Innerschweiz.
  8. Heer, Aus der Ver­gangenheit, S. 334.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 133, Nr. 565.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.