Bernhard Ernst

Aus Kloster-Engelberg
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Bernhard Ernst (* unbekannt von Schwyz; † 20. April 1553 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 1541

Ämter

Pfarrer in Küssnacht: 1540?–1548

Abt: 1548–1553

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Jakob Schlosser.

Lebensbeschreibung[1]

Sohn des Jakob Schlosser von Schwyz. Der Name Ernst stammt möglicherweise von der Mutter.[2] Bernhard war Klo­sterschüler in Engelberg und trat 1541 in den Orden ein.[3] Bei Ausbruch der Pest 1548 war er Pfarrer in Küssnacht und wurde so von der Krankheit verschont.[4] Daher war er am 9. November 1548 der einzige Kandidat bei der in Schwyz durchgeführten Abtswahl.[5] Abt Bernhard war bestrebt, das Werk seines großen Vorgängers Barnabas Bürki weiterzuführen. Er vollendete den Bau der Heilig-Kreuz-Kapelle in Grafenort[6] und liess die Klostergebäude erweitern und renovieren.[7] Er führte den Streit mit der Pfarrei Küssnacht zu Ende, ohne aber die Interessen des Klosters durchsetzen zu können[8] 1550 legte er ein Urbar an, um sämtliche noch verbliebenen Rechte und Besitzun­gen festzuhalten.[9] Am 6. August 1552 erlangte er von der Zuger Regierung die Befreiung vom Durchgangszoll.[10] In seinem Kloster förderte er den von Abt Bürki eingeleiteten Wiederaufstieg. Es gelang ihm, die durch die Pest gerisse­nen Lücken zu schliessen und einen neuen Konvent aufzubauen.[11] Ständige Geldknappheit war schuld, dass er den Empfang der Abtsweihe in Konstanz bis zu seinem Tod immer wieder verschob.[12] Abt Bernhard starb am 20. April 1553.[13] An ihn erinnert noch eine Wappenscheibe aus dem Jahre 1552 in der Abtskapelle.[14]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von der Helvetia Sacra (III I, S. 630f) übernommen.
  2. StiArEbg cod. 339, p. 36.
  3. Ib.
  4. Ib. cod. 339, p. 135.
  5. Ib. cod. 282, p. 135f.
  6. Durrer, Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden, S. 332.
  7. Ib., p. 108. StiArEbg cod. 282, p. 150 und 612.
  8. StiArEbg cod. 282, p. 148-161.
  9. Ib. cod. 26.
  10. Zitiert nach Kopie in StiArEbg cod. 282, p. 162.
  11. StiArEbg cod. 225, p. 328.
  12. StiArEbg cod. 282, p. 101f.; Odermatt, Collectanea Bd. 2, StiArEbg cod. 211, S. 489.
  13. StiBiEbg cod. 11, f. 15r.
  14. Paul Boesch, Schweizerische Glasgemälde im Ausland. Die ehemalige Sammlung in der Ermitage in St. Petersburg, in ZAK 1, 1939, S. 217f und Tafel 88, Abb. 2. Hartmann, Wappen, S. 17.

Bibliographie

  • De Kegel, Rolf: Bernhard Ernst, in e-HLS.
  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 38.
  • Heer, Gall: Aus der Vergangenheit von Kloster und Tal Engelberg 1120–1970, S. 167-171.
  • Helvetia Sacra III I, S. 630f.