Berchtold Schönbächler

Aus Kloster-Engelberg
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Berchtold (Josef) Schönbächler (* 17. Februar 1727 in Einsiedeln; † 11. November 1782 in Auw)

Lebensdaten

Profess: 26. September 1745

Priesterweihe: 21. November 1749

Primiz: 4. Januar 1750

Ämter

Lehrer an der Stiftsschule: 1748–17?

Küchenmeister: 1750–17?

Zeremoniar: 1754–17?, 1764–17?

Unterpfarrer in Engelberg: 1756

Pfarrer in Auw: 1759–1762, 1782

Prior: 1762–1764

Spiritual in Sarnen: 1767–1769

Pfarrer in Sins: 1768–1782

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Josef Anton Schönbächler und Anna Maria Kälin.

Paten: Stephan Schönbächler und Maria Anna Wickart.

Lebensbeschreibung[1]

Die Schönbächler sind Schwyzer aus dem Klosterdorf Einsiedeln, wo P. Berchtold am 17. Februar 1727 den Eltern Josef Anton Schönbächler und Anna Maria Kälin geboren wurde. In der Taufe erhielt er den Namen Josef Plazidus. Als Paten werden genannt: Stephan Schönbächler und Maria Anna Wickart. Die Firmung wird nicht erwähnt. Das Taufzeugnis ist datiert vom 26. Juli 1744 und von P. Lukas von der Weid, Unterpfarrer, unterzeichnet. Über seine Studien ist nichts gesagt. Es ist aber anzunehmen, dass er sie in Einsiedeln durchlaufen hat.

Sein Name erscheint in Engelberg erstmals am 19. Juni 1744, als er vor dem Kapitel um Aufnahme bat.[2] Er wird zusammen mit Frowin Stolz, Rickenbacher und Ignaz Reding erwähnt. Über seine religiöse Haltung wird nicht viel gesagt. Er hatte in Engelberg die Rhetorik besucht. Sein Vater konnte nicht mehr als 500 flor. Mitgift leisten, wollte aber für die Kleider noch 100 flor. dazugeben.

Im Kapitel vom 19. November 1744, in dem seine Aufnahme behandelt wurde, rühmte man seinen Eifer für alle Aufgaben, doch war er schüchtern. Ein Musiker würde er nie werden, er habe mittelmässige Begabung. Im übrigen sei er angenehm im Verkehr. Im Kapitel vom 23. Juli 1745 wurde festgestellt, dass er die Schwierigkeiten mit der Musik nicht überwinden konnte. Am 9. September 1745 wurde er indes mit den anderen Kandidaten aufgenommen und legte am 26. September Profess auf den Namen Berchtold ab. Die Philosophie und Theologie studierte er im Kloster.

Für weitere Kosten und Aussteuer kam der Vater ratenweise am 17. Januar 1744, am 7. Januar 1747, am 19. November 1747 und am 10. Oktober 1748 auf, nachdem er schon am 26. November 1745 200 gld bezahlt hatte.[3] Schon 1748, also noch vor der Priesterweihe, war er Lehrer der oberen Syntax.[4] Den Subdiakonat spendete ihm Nuntius Filippo Acciaiuoli am 10. März 1748 in seiner Privatkapelle, den Diakonat am 2. März 1749, den Presbyterat am 2. Dezember 1749 mit Altersdispens. Die Primiz feierte er am 4. Januar 1750. Als Besonderheit mag noch vermerkt werden, dass zur Primiz von Sins aus eine Sendung von Vögeln und Schnepfen geliefert wurde.[5]

Am 29. April 1750 wurde er zum Küchenmeister ernannt.[6] Dazu wurde er am 22. Juni 1754 erster Zeremoniar.[7] Ab dem 2. Dezember 1756 war er Unterpfarrer in Engelberg. Vom Dezember 1759 bis 1762 war er Pfarrer in Auw.[8] Im November 1762 wurde er zum Prior ernannt.[9] Am 30. November 1764 war er wieder Zeremoniar.[10] Von Dezember 1767 bis 1769 wirkte er als Spiritual der Schwestern Sarnen.[11] Vom 7. Februar 1768 bis 28. Februar 1782 war er Pfarrer und Statthalter in Sins. 1700 wurde er als Prediger an die Engelweihe nach Einsiedeln berufen.[12] Am 28. Februar 1782 wurde er wegen geschwächter Gesundheit ein zweites Mal Pfarrer in Auw, hatte aber hier kaum gesunden Tag bis zu seinem Tod am 11. November 1782.[13]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Acta capitularia II (Okt. 1737 – Dez. 1746), StiArEbg cod. 191, S. 275.
  3. StiArEbg cod. 33, S. 657.
  4. Acta capitularia II (Okt. 1737 – Dez. 1746), StiArEbg cod. 191, S. 109.
  5. P. Gall Heer machte hierzu einen Vermerk "Mappe sub dato". Es ist unklar, auf welche Quellen er Bezug nahm.
  6. Acta capitularia III (Jan. 1747 – Juni 1754), StiArEbg cod. 192, S. 317.
  7. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 2.
  8. Ibidem, S. 637.
  9. Ibidem, S. 159.
  10. Ibidem, S. 178.
  11. Ibidem, S. 184.
  12. Druck Einsiedeln 1760, Nr. 21. dazu Obw. Geschichtsblätter 1904, S. 46.
  13. StiArEbg cod. 397 (Pfarrbuch 1778-1851), Tabula Defunctorum V, 1782.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 131.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.