Benedikt Meyer

Aus Kloster-Engelberg
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Benedikt (Heinrich) Meyer (* 9. Dezember 1645 in Luzern; † 24. August 1662 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 2. Februar 1661

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Ludwig Meyer, Ritter, und der Barbara Pfyffer von Altishofen.

Bruder: P. Plazidus Meyer, Kloster Einsiedeln

Halbbruder: Fr. Bonifaz Meyer.

Weitere 10 Geschwister und 6 Halbgeschwister.

Lebensbeschreibung[1]

Fr. Benedikt war Stadtluzerner aus der bekannten Ratsfamilie und Stiefbruder des P. Bonifaz Meyer. Die Eltern waren Ludwig Meyer und Barbara Pfyffer.[2] Barbara war die zweite Frau Ludwigs.[3] Benedikt wurde am 9. Dezember 1645 in Luzern geboren und erhielt den Namen Heinrich. Er besuchte die Schule der Jesuiten, in die er mit elf Jahren eintrat.[4] Am 3. August 1659 kam er mit seinem Bruder Nikolaus, der mit dem Kloster in geschäftlichen Beziehungen stand, und mit seinem Schwager Jakob Christoph Cloos, Ehemann seiner Schwester Dorothea, nach Engelberg. Bis am 10. August war er am Nachtisch, dann am ersten Tisch.

Am 2. Februar 1660 trat er ins Noviziat ein. Er zahlte jede Woche für den Tisch 2 Gulden. Er erhielt in diesen Tagen ein Offizium Diurnale für 4 Gulden 20b, ein Breviarium Benedictinum für 8 Gulden, ebenso einen "Rock" (Kutte), zwei Skapuliere und l Kappe für 1 Gulden 25. Berechnet ist auch der Wäscherlohn und Bettgewand mit 4 Gulden 10. Sowie Papier, Federn, Wein "über das ordinari". Item für schwarzleinen Strümpfe 6b. Am 14. August erhielt er einen neuen Rock (Kutte), am 12. Oktober eine Spazierkutte und Skapulier, zur Profess am 26. Januar 1661 eine Kutte, ein grosses Skapulier, ein Paar Pantoffeln, eine Kappe (Hozaz), Leuchter, Kerzen, zwei Gürtel. Am Tag nach der Profess wurde über diese Ausgaben mit dem Bruder Franz Nikolaus Meyer abgerechnet. Für das Kloster blieb an Tischgeld 71 Gulden 10 Batzen. Als Aussteuer erhielt P. Benedikt 1000 Gulden.[5] Der Vater stiftete überdies für das Kloster einen Ornat für 320 Gulden. Die Weihen erhielt er offenbar nicht mehr, da er kränklich war. Schon im Professjahr 1661 wurde er am 30. Oktober als krank gemeldet. Man liess Dr. Johann Cysat kommen, der auch bei Abt Ignaz Visite machet und Pillen verschreibt. Doch scheint es, die Krankheit sei gefährlicher Natur gewesen. Fr. Benedikt starb schon am 24. August 1662. Ein Bruder des Fr. Benedikt war in Einsiedeln eingetreten [6] Doch auch er, P. Plazidus Meyer, war keine Kraftnatur und starb im Alter von kaum 40 Jahren im Jan. 1667.[7]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Über den Vater vgl. Messmer-Hoppe Luzerner Patriziat, S. 458.
  3. gest. 1649, darüber ausführlich Dommann in Geschichtsfreund 88, 1933, S. 137.
  4. Glauser, Schülerverzeichnis, S. 149.
  5. Rechnungsbuch, Knüttel, S. 198.
  6. Henggeler, Eins., S. 303.
  7. Über Fr. Benedikt Meyer auch Titlis Grüsse 2, S. 81.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 115.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.