Benedikt Käslin

Aus Kloster-Engelberg
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Grabplatte von P. Benedikt Käslin.

Benedikt (Andreas) Käslin (* 10. April 1889 in Beckenried; † 24. Oktober 1918 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 5. Oktober 1911

Priesterweihe: 21. April 1915

Primiz: 21. April 1915

Ämter

Lehrer in der Stiftsschule: 1915–1918

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Andreas Käslin und der Clementine Kottmann.

Lebensbeschreibung[1]

P. Benedikt wurde am 10. April 1889 in seiner Heimatgemeinde Beckenried geboren. Später übernahm seine Familie das Hotel Matt in Schwarzenberg, Kt. Luzern. Da der kleine Andreas Nei­gung zum Priesterstand zeigte, schickten ihn seine Eltern an das Engelberger Gymnasium. Nach erfolgreich bestandener Matura trat er ins Noviziat ein und legte am 5. Oktober 1911 als Fr. Benedikt die Gelübde ab. Am 21. April 1915 feierte er seine Primiz. Im Herbst des gleichen Jahres traf er in den Lehrkörper des Kollegiums ein und unterrichtete Religion, Geschichte und Geographie, Fächer, denen er von jeher seine Vorliebe ent­gegengebracht hatte. Mit vorbildlicher Gewissenhaftigkeit und Gründlichkeit bereitete er sich auf die Schulstunden vor, mit lebhaftem Interesse verfolgte er die methodischen Probleme und suchte sich mit grosser Klarheit und Sicherheit des Denkens ein festes Urteil zu bilden. Als Musikant erreichte P. Benedikt mit Flöte, Orgel und Klavier beachtenswerte Leistungen.

Schon am Vormittag des 13. Oktobers 1918 steckte sich P. Benedikt mit der im Kloster grassierenden Spanischen Grippe an. Da sich zu hohem Fieber eine Lungenentzündung und heftige Schüttelfröste gesellten, waren ernste Befürchtungen bei der ohnehin schwäch­lichen Gesundheit des Patienten am Platz. P. Benedikt war sich über die Ungewissheit der Lage klar und erwartete den Tod am Nach­mittag des 24. Oktobers gegen fünf Uhr gefasst.

Professnummer

  • Nr. 705

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Nachruf in den Titlisgrüssen 4, S. 129-130, übernommen.

Bibliographie

  • Nachruf P. Benedikt Käslin, in: Titlisgrüsse, 4, S. 129-130.