Beda Ritter

Aus Kloster-Engelberg
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Grabplatte von P. Beda Ritter.

Beda (Simon) Ritter (* 11. Mai 1777 in Cham; † 20. April 1817 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 9. August 1795

Priesterweihe: 28. September 1800

Ämter

Lehrer und Präzeptor an der Stiftsschule: 1807–18?

Unterpfarrer in Engelberg: 1810–1817?

Lehrer der Fratres: 1811–18?

Küchenmeister: 1812–1814?

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Leonz Ritter und Maria Anna Suter.

Schwester: Äbtissin Maria Magdalena Ritter, OSB, Kloster Hermetschwil, 1831–1842.

Paten: Simon Fehndrich und Maria Katharina Sifrig.

Lebensbeschreibung[1]

Die Heimat von P. Beda war das zugerische Cham. Dort wurde er am 11. Mai 1777 den Eltern Leonz Ritter und M. Anna Suter geboren und auf den Namen Simon getauft. Taufpaten waren Simon Fehndrich und M. Katharina Sifrig. Die Firmung wird nicht verzeichnet. Der Taufschein trägt das Datum: "Cham, 1. Februar 1797" und die Unterschrift: "Johann Bernhard Hildebrand, vicarius loci." Der Vater war Kirchmeier und Landwirt in Lindencham. P. Beda war das siebte von acht Geschwistern. Die Brüder waren durchwegs Bauern, die jüngste Schwester, M. A. Katharina, legte als Sr. Maria Magdalena Ritter Profess im Kloster Hermetschwil ab und wurde dort 1831 Äbtissin. Nach der Aufhebung ihres Klosters 1841 blieb sie bei Dr. Abt in Hermetschwil und starb am 28. Feruar 1842.[2]

Simon hatte zwei Jahre in Rheinau studiert, bevor er nach Engelberg an die Schule kam, um als Kandidat das Leben in Engelberg kennen zu lernen. Im Kapitel vom 1. August 1794 ersuchte er um Aufnahme ins Noviziat, die ihm auch gewährt wurde. Die Mutter konnte als Aussteuer 100 Gulden Louistaler versprechen nebst Kleidern, Bettwäsche u.a. Man rühmte seinen edlen Charakter wie seine geistigen Fähig­keiten. Am 9. August 1795 legte er in die Hände des Abtes Leodegar Salzmann die Profess als Fr. Beda ab. Die Befragung vom 2. November 1798 ergab, dass er die Inferiora in Zug und Rheinau, die Superiora in Engelberg absolvierte.[3] Über die einzelnen Weihen liegen keine Zeugnisse vor, doch ist belegt, dass er am 28. September 1800 zum Priester geweiht wurde. Schon vorher wird er 1799 als Musiklehrer genannt.[4] Weil die damaligen Kapitelsprotokolle Lücken aufweisen, könnten nicht alle Tätigkeiten und Ämter von P. Beda nachvollzogen werden.[5] In der Mutation von 1807 wurde er Präzeptor und Lehrer der beiden Syntax. Am 1. Dezember 1810 wurde er Unterpfarrer in Engelberg, am 25. Oktober 1811 Lehrer der Philosophie und Gesangslehrer, am 21. Mai 1812 war er Küchenmeister, am 11. Juni 1814 Orgellehrer und Unterpfarrer. Er starb am 20. April 1817 an einer ansteckenden Krankheit, vermutlich an Typhus. Das Totenbuch sagt von ihm: "Vir fidelis ac prudens". Nach dem Nekrolog des Klosters war er auch Professor der Philosophie und Theologie sowie Küchenmeister "summa cum laude".[6]

Professnummer

  • Nr. 585

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Diese Mitteilung erhielt P. Gall Heer von Herrn Architekt Robert Ritter in Cham, 19. Mai 1963.
  3. Acta capitularia VI (1798–1800), StiArEbg cod. 278, S. 85.
  4. Paulus, Oper in der Klosterschule – Musik und Theater im Kloster Engelberg, 2010, S. 61.
  5. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 600.
  6. Iten, Tugium sacrum II, S. 139.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 138, Nr. 585.
  • Hess, Ignaz: Geschichte der Klosterschule in Engelberg, in: 51 Jahresbericht ü. d. Gymnasium des Benediktiner-Stiftes Engelberg 1901/02, S. 50.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.