Arnold Pippli

Aus Kloster-Engelberg
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Arnold Pippli (* unbekannt; † 25. Mai nach 1405 und vor 1451 in Engelberg)

Lebensbeschreibung[1]

Der Name dieses Konventualen hat zu verschiedenen Vermutungen Anlass gegeben. In der Klageschrift des Abtes Walter Mirer vom 11. März 1405 wird er ausdrücklich als "Arnold Pippli, chlosterherre des Gotzhus ze Engelberg sant Benedicten Ordens" bezeichnet. Der Abt war nämlich bei Oberwil am Zugersee mit Arnold Pippli und Rudolf Amstutz, seinen Konventualen, von den zwei Küssnachtern Hensli und Clewi Schnyder überfallen worden.[2] Der Name Pippli ist also gesichert. Es kann aber auch ein Übername sein für einen Mann von kleiner Gestalt, unter dem Arnold im Kloster bekannt war.[3] In der Liste der Konventualen unter Prior Johannes von Bolsenheim ist er kurz als "frater Arnoldus" aufgeführt. Als andere Namensform kommen vor: Wible, Wibi, Weiblin, Weibel. Im Nekrolog ist er als "Her Arnold Wible" belegt.[4] Für die Herkunft des Geschlechtes scheint die Feststellung entscheidend, dass in Beckenried NW 1420 und 1441 ein Jenny Weibler erscheint. Hier kommt die Familie mehrfach vor, wie das „Rote Büchelein“ belegt, eine wenig bekannte, kurze Quelle.[5] Damit dürfte auch die „Domina Ita Weiblin n.c. quondam magistra“, zum 9. Mai[6] für Beckenried feststehen. P. Arnold Pippli starb an einem 25. Mai vor 1451.[7]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Heer, Aus der Vergangenheit, S. 120.
  3. Lexer, Mittelhochdeutsches Wörterbuch II, 1867, ähnlich, Schweiz. Idiotikon LV, S. 1425.
  4. StiBiEbg cod. 10, f. 10 zum 26. Mai.
  5. Jakob Wyrsch, Regesten des „rothen Büchleins“ zu Beggenried, in: Beiträge zur Geschichte Nidwaldens 1 (1884) S. 77-86, hier S. 80.
  6. StiBiEbg cod. 26, f. 11r, cod. 10, f. 9r u. 10v, cod. 11 fol. 17v.
  7. StiBiEbg cod. 11, f. 10r.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 80.
  • StiArEbg Professbucheinträge nach P. Gall Heer.