Ambros Galliker

Aus Kloster-Engelberg
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Ambros (Herman) Galliker (* 20. November 1916 in Beromünster; † 24. April 1952 in Graubünden)

Lebensdaten

Profess: 28. September 1938

Priesterweihe: 10. Mai 1942

Primiz: 31. Mai 1942

Ämter

Lehrer: 1942–1947

Unterpfarrer in Engelberg: 1947–1952

Lebensbeschreibung[1]

Am 20. November 1916 kam P. Ambros in Beromünster zur Welt. In Sursee besuchte Herman die Primar- und danach die Mittelschule. 1933 kam er an die Klosterschule Engelberg, wo er 1937 die Maturität bestand. Danach trat er ins Noviziat ein und feierte am 31. Mai 1942 seine Primiz.

Nach den stillen Jahren des Noviziats und des Theologiestudiums führte der Weg P. Ambros wieder ins Leben hinaus. Er kam zum Studium der Rechtswissenschaft an die Universität Freiburg und schloss im Frühling 1946 erfolgreich mit dem Lizentiatsexamen ab. Nach seinen Studien unterrichtete er für kürzere Zeit am Kollegium Engelberg und an der Knabenrealschule, obwohl diese Beschäftigung seiner Anlage nicht restlos entsprach. P. Ambros hatte ein praktisches Geschick: War ein Füllfederhalter, eine Brille, eine Uhr oder sonst etwas defekt, so wusste er immer zu helfen und zu flicken.

Schon während seiner Schultätigkeit kam P. Ambros in Berührung mit dem Leben in der Pfarreiseelsorge. Er offenbarte auch hier seine praktische Art und lebte sich rasch und leicht in die verschiedenen ihm gestellten Aufgaben ein. 1947 übertrug ihm der Abt das Amt des zweiten Unterpfarrers von Engelberg, und drei Jahre später rückte er auf den Posten des ersten Unterpfarrers vor. Hier war nun P. Ambros am richtigen Ort. Unermüdlich und rastlos arbeitete er auf der Kanzel, im Beichtstuhl, im Unterricht, in privater Unterredung und betreute die verschiedenen Pfarrvereine.

P. Ambros kannte Scherz und frohe Stimmung, aber der Grundton seines Wesens war doch stets ein tiefer Ernst. Nicht einmal 36 Jahre alt war P. Ambros, als er an einer Entzündung des Blinddarms erkrankte. Am Vortag von Weihnachten musste er sich in Luzern einer Blinddarmoperation unterziehen. Man hoffte auf baldige Genesung, doch es kam anders: Komplikationen stellten sich ein, und die Ärzte rieten zu einem Kuraufenthalt in den Bündnerbergen. Dort starb er am 24. April 1952. Gemäss Nachruf waren seine letzten Worte: «Benedictus Dominus Deus?»

Professnummer

  • Nr. 810

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Nachruf in den Titlisgrüsse 38, 1951/52, S. 53-56, übernommen.

Bibliographie

  • Nachruf P. Ambros Galliker, in: Titlisgrüsse 38, 1951/52, S. 53-56.