Adelhelm Flüeler

Aus Kloster-Engelberg
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Grabplatte von P. Adelhelm Flüeler.

Adelhelm (Melchior) Flüeler (* 29. Oktober 1761 in Kerns; † 9. Februar 1801 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 30. Januar 1785

Priesterweihe: 18. Dezember 1785

Primiz: 27. Dezember 1785

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Franz Clemens Flüeler und M. Magdalena von Rotz.

Paten: Johann Melchior von Rotz und M. Agatha Schorner.

Lebensbeschreibung[1]

Die Flüeler waren Unterwaldner. P. Adelhelm wurde in Kerns geboren, stammte aber von Stans - Oberdorf. Die Eltern waren Franz Clemens Flüeler und M. Magdalena von Rotz, denen er am 29. Oktober 1761 geboren wurde. In der Taufe erhielt er den Namen Melchior Thadäus. Das Taufzeugnis nennt als Paten Johann Melchior von Rotz und M. Agatha Schorner. Der Taufschein trägt die Unterschrift von Pfarrer Franz Meinrad Anderhalden, Sextar, der noch in Engelberg studiert hatte und mehr als 50 Jahre Pfarrer von Kerns war. So konnte er sich selbst als "parochus jubilaeus" bezeichnen. Das Zeugnis ist datiert vom 16. Dezember 1784. Über die Firmung ist nichts bekannt.

Am 28. Januar 1784 gelangte er an das Kapitel mit der Bitte um Zulassung zum Noviziat. Er weilte schon fast ein Jahr im Kloster und versah alle Obliegenheiten eines Fraters und bat nun, man möge ihm endlich das Ordenskleid geben. Man lobte vor allem seinen Eifer für das klösterliche Leben und seine unermüdliche Sorgfalt für alles, was Chor und Studium betrafen. Er nährte auch die Hoffnung, dass man an ihm einen guten Sänger und Organisten erhalte. Die wissenschaftliche Begabung sei nicht sehr entwickelt, umso grösser aber sei sein Fleiss. Gesundheitlich war er nicht robust, der Arzt aber erklärte ihn für gesund. Er erhielt am 10. Januar 1784 das Ordensgewand.

Der Gemeinderat von Kerns gab seine Zustimmung in einem formellen Vertrag: "Kirchenrath Erkanntnus, Kerns 20. Jänner 1762: 1784 ist erkannt 1) den accord zwüschen dem H. Thade Flüeler und dem Gottshaus Engelberg in den orden zu trädten um 800 gld., ein aufgerüstetes beth, 12 hembden, 12 servietten, ist guothgeheissen." Am 30. Januar 1785 legte er als Fr. Adelhelm die Profess ab. Laut Befragung vom 2. November 1798 litt er unter Gicht/Gelenkrheumatismus (er war "gliedersüchtig"). Er hatte die Inferiora in Sarnen und Engelberg besucht. In Sarnen hatte der sogenannte Kollegiherr Johann Baptist Dillier den Anfang zum heutigen Kollegium Sarnen gelegt.[2]

Die Weihen empfing er durch Nuntius Joseph Vinci in Luzern, den Subdiakonat am 24. September 1785, den Diakonat am 17. Dezember 1785 und den Presbyterat am 18. Dezember 1785. Die Primiz feierte er am Sonntag, den 27. Dezember 1785.[3] Am 6. Dezember 1784 wurde für ihn die Aussteuer in der Höhe von 900 gld bezahlt.[4] Am 27. Oktober 1786 wurde er Gehilfe des Präzeptors, damit sich P. Karl Stadler ganz der Bibliothek widmen konnte.[5] Seine Gesundheit war von Anfang nicht besonders stark. Im September 1799 musste er eine Badekur machen, möglicherweise in Pfäfers. Laut Rechnungsbuch des Abtes Karl Stadler brauchte er dafür 32 gld. Aber trotz der Kur erreichte er kein hohes Alter. Am 9. Februar 1801 starb er im Alter von 40 Jahren.

Professbuch

  • Nr. 579

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Heer, Aus der Vergangenheit. Reg. Studien Flüelers: StiArEbg cod. 278, S. 84, auch Küchler, Kerns, S. 174.
  3. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 440.
  4. StiArEbg cod. 40.
  5. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 442.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 137, Nr. 579.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.